2.1. Photovoltaikanlagen
Aufbau Modul:
Das aus mehreren Solarzelleneltron11
bestehende Modul wandelt die
Sonnenstrahlung in elektrische Energie
um. Handelsübliche Module beinhalten
mehrere in Reihe geschaltete Zellen, da
die geringe Spannung der einzelnen
Zelle (ca. 0,5 V) schlecht verarbeitet
werden kann. Es wird in Dickschichtund
Dünnschichtmodulen unterschieden.
Diese können mit oder ohne
Rahmen aufgebaut werden.
Es werden z.B. die Halbleitermaterialien CdTe, GaAs oder CuInSe eingesetzt, weltweit
am häufigsten jedoch Silicium. Die Kristallstruktur kann kristallin (mono-/polykristallin)
oder amorph sein.
Mögliche Beschädigungen:

 

 

Statik:
Durch größeren Konkurrenzkampf auf dem Markteltron12
kommt es vermehrt zu billigen Angeboten, die
durch Einsparung der mechanischen
Komponenten der Anlage erzielt werden. Hierbei
wird bei der Anzahl der Dachhaken und der Trage-
Konstruktion eingespart. Die Dachhaken sind die
Punkte der Kraftübertragung auf die
Dachkonstruktion. Aufgrund des Eigengewichtes
der Anlage, einer zu erwartenden Schneelast
(Schneezone) und der Windlasten wird die Anzahl
der Dachhaken aufgrund der statischen Gegebenheiten errechnet. Typische Hinweise
auf Fehler in diesem Bereich sind eingedrückte Ziegel bzw. eine beschädigte Dachhaut.
Hier kommt es meist zu Wassereinbrüchen in die Dachhaut. Eine Beschädigung der
Photovoltaikanlage tritt selten auf, da nach dem Bruch der Dachhaut meist ein Aufliegen
auf den Dachsparren erfolgt.

 

Überspannung durch Blitzschlag:eltron13
Bei direkten Blitzschlägen in das Gebäude
oder in unmittelbarer Nähe kommt es zu
einer Induktion in den Gleichstromteil der
Anlage. Hier können Überschläge an den
Modulen auftreten bzw. die in den
Anschlußblock eingebauten Dioden
beschädigt werden.

 

 

 

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Mechanische Beschädigungen der Oberfläche:
Die Glasoberfläche kann durch Fremdkörper beschädigt werden, z.B. durch einen Sturm
umherfliegende Gegenstände, Vandalismus oder durch eine Schneeschippe, bei dem
Versuch die Module von Schneelasten zu befreien. Durch die Vertiefung im Glas können
Verunreinigungen entstehen, die zu einem Ertragsausfall führen können. Weiter besteht
die Möglichkeit des Eindringens von Feuchtigkeit, die im Winter durch Frieren eine
mechanische Spannung auslösen und zum Bruch des Glases führen kann. Die
Hersteller stufen aktuell die beschädigten Module als Totalschaden ein, da noch keine
Reparatur angeboten wird, die einen vollen Ertrag für die garantierte Zeit sicherstellt.
Deformation durch Transport, Sturz bei der Montage, fehlerhafte Befestigung:

 

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In diesem Bereich sind Beschädigungen des Rahmens und bei Dünnschichtmodulen des
Glasrandes anzugeben. Verursacht werden diese durch Fehlbedienungen. Hierzu
gehören Transport ohne Dämmmaterial, unvorsichtige Handhabung der teilweise
schweren Module (über 12 kg) und zu hohe Krafteinwirkungen beim Befestigen der
Rahmen an der Konstruktion. Die Beschädigungen können teilweise durch die jeweiligen
Hersteller behoben werden.

 

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Hagelschaden:
Speziell bei Dünnschichtmodulen auf
Glasfaserbasis ist aufgrund des teilweise
flexiblen Trägermaterials eine Deformation
der Struktur möglich, die jedoch nicht direkt
zu einem Ausfall führt. Hier sind
Überprüfungen nach IEC 61646 und IEC
61730 anzuraten (Hagelprüfung).

 

 

 

Feuer:
Bei Brandeinwirkungen in Gebäuden untereltron19
einer oder neben einer Photovoltaikanlage
können durch Wärmeeinwirkung und
Rußablagerungen Schäden entstehen. Bei
thermischen Einwirkungen sind meist
sichtbare Schäden an der unteren Tedlarfolie
festzustellen. Rußablagerungen auf der
Oberfläche sollten kurzfristig durch eine
Sanierung entfernt werden. Eine langfristige
Einwirkung von Ruß sollte vermieden werden.

 

 

Verkabelung:
Hier treten vor allem Schäden durch Tierbisseltron20
z.B. Marder auf. Dies führt zu einem Trennen
einzelner Stränge und zu einem
Leistungsausfall. Es treten meist keine
Beschädigungen der Module oder
Wechselrichter auf, so daß einzig ein
Austausch der Kabel notwendig ist.
Insellösung / netzgekoppelte Anlage:
Unter einer Insellösung versteht man Anlagen, die über einen Energiespeicher (meist
Solarbatterien) verfügen und nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind.
Netzgekoppelte Anlagen benötigen einen Wechselrichter, um die Gleichspannung der
Module auf die Wechselspannung im Stromnetz einzuspeisen. Die Module werden je
nach der benötigten Spannung des Wechselrichters in Reihe geschaltet (String bis
1.000V), sofern mehr Leistung vorhanden ist, werden mehrere in Reihe geschalteten
Strings parallel geschaltet. Bei Ausfall eines Moduls ist davon auszugehen, daß
eventuelle Neumodelle andere Spannungen und Ströme aufweisen und ein einfaches
Einbringen in diese komplexe Schaltung nicht möglich ist. Hierbei kommt es meist zu
einem notwendigen Wechsel eines kompletten Stranges bzw. des Wechselrichters.

 

 

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Da ein Wechselrichter eine aktive Energiequelle im Stromnetz darstellt, sind
Spannungsschwankungen im Versorgungsnetz meist mit Beschädigungen der Endstufe
der Wechselrichter verbunden. Dies können Blitzschläge in weiterer Umgebung und
Schaltvorgänge sein. Eine genauere Feststellung der Ursache ist durch eine
Untersuchung in unserem Labor möglich. Es sind teilweise Herstellungsfehler bekannt,
die ebenfalls zu Ausfällen führen können.

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Unsere Empfehlung:
Da bei den meisten Anlagen eine Ausfallversicherung verbunden ist, ist eine schnelle
Reaktion notwendig. Zuerst ist festzustellen, ob ein Ertragsverlust vorliegt. Sollten
sofortige Reparaturen z.B. der Wechselrichter durchgeführt werden, weisen Sie auf die
Möglichkeit der Prüfung hin. Auch im Austauschverfahren werden Wechselrichter zur
Vorlage bei der Versicherung erst zu einem späteren Zeitpunkt eingesendet. Örtliche
Besichtigungen sind auch kurzfristig möglich.
Hat der Versicherungsnehmer erhebliche Schwierigkeiten mit der Lösung des Problems,
sprechen Sie mit ihm darüber und holen Sie sich gegebenenfalls Rat von ELTRON.
Bei Schadenfällen auch im Bereich der Energietechnik steht Ihnen ELTRON als
Sachverständiger zur Verfügung!
Wir prüfen auf – Schadenumfang
– Schadenursache
– Wiederherstellungsmöglichkeiten durch Reparatur
– Wiederbeschaffung / Austausch Neuanlagen – Preise
– Installation gemäß Herstellervorgaben
– Vorschäden / Herstellungsfehler
– Zeit- und Restwert

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